Brachttaler Verhältnisse
Ortsbeirat Udenhain
2007
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Udenhain hatte was von Asterix und Obelix

Brachttal Udenhain (hop). Die Ortsbeiratssitzung in Udenhain hatte was von Asterix und Obelix, ein kleines, gallisches Dorf probt den Aufstand gegen die übermächtigen Römer. Die Römer waren in dem Fall Bürgermeister Mirko Schütte und sein Bauverwaltungsleiter Norbert Viel, kräftig unterstützt von Heinz Herchenröder von den Kreiswerken, Siegfried Leinberger von der Firma Leinberger, die für die Kabelverlegung zuständig ist, Dieter Hohmann von der Firma LTK, die die Kanalarbeiten durchführen und Gottfried Stock, der vom Ingenieurbüro nicht nur für die Planung, sondern auch für die Bauaufsicht zuständig ist. Die kleinen giftigen und wehrhaften Gallier waren die Udenhainer Bürger, die mit zahlreichem Erscheinen ihr Interesse an diesem leidigen Thema bekundeten. Einige Bürger waren hervorragend vorbereitet und so musste Ortsvorsteher Hans Georg häufiger den Dompteur spielen, denn es ging richtig hoch her und die kleinen Gallier spielten Wadenbeißer. Im wesentlichen ging es um die Kritik der Bürger an der Qualität der Arbeit, die hier und dort angefangen über lange Zeiträume nicht abgeschlossen werden und das damit zwangsläufig verbundene Verkehrschaos und die Verärgerung der jeweiligen Anwohner. Einfaches Einräumen von Fehlern und der Versuch der Wiedergutmachung hätten sicher die Wogen schnell geglättet, denn die Bürger wollten keine utopischen Sachen.
Der Kanalbau ist an der Ecke Kirchstraße/Steinchesküppel angekommen und der Geröllfang auf der Ecke wird gerade angeschlossen. Der Bau werde in diesem und nächsten Monat bis zu Ecke Sodener Straße/Höhenweg fortgeführt und nach Fertigstellung und Verlegung der Elektroleitung sollen dann die Asphaltierungsarbeiten erfolgen. Die Fertigstellung der Arbeiten in der Schulstraße, dem Sportplatzweg und dem Steinweg sollen nach Aussage der ausführenden Firmen in diesem Monat abgeschlossen sein. Wie schon aus der Niederschrift der letzten Ortsbeiratssitzung zu ersehen, ist der Ortsbeirat sich einig, das der Zustand in der Straße "Alte Siedlung" so nicht bleiben kann. Durch die Schilderung der betroffenen Anlieger wird klar, dass durch Koordinationsschwierigkeiten und technische Probleme der Asphalt erst in fast kaltem Zustand eingebaut wurde und somit eine saubere Arbeit auch unter größten Mühen nicht zu erreichen war. Uwe Ruhl fragte, ob die Straße schon abgenommen sei und ein Abnahmeprotokoll vorliege. Das bestätigte Viel auf mehrfache Nachfrage, machte aber wie auch Schütte keine klare Aussage zu einem Abnahmeprotokoll. Ein Anwohner gab hierzu an, Viel und Stock hätten sich die Straße vom Schlierbacher Weg aus angesehen und Viel habe zu Stock gesagt, "das habt Ihr aber schön gemacht". Der Ortsvorsteher forderte die ausführende Firma auf, sich das Ganze noch mal anzusehen und zu prüfen, ob die gröbsten Unebenheiten durch eine Feinbitumenschicht zu beseitigen seien. Hohman und Stock sagten dies zu. Georg schilderte die Schäden an den Bürgersteigen in der Straße "Neue Siedlung". Nach Rücksprache mit den Bürgern hätte man eine bessere Lösung hätte finden können. Herchenröder von den Kreiswerken wies auf die Kabelführung in der Fahrbahn hin, deshalb habe man nur Durchstiche zu den Grundstücken ausführen müssen, somit sei auch kein Pflaster verlegt worden. Das fehlende Dichtungsband und der zu erfolgende Fugenverguss der Asphaltierungsübergänge kam wieder zur Sprache. Laut Ausschreibung sind entsprechende Arbeiten auszuführen. Stock vom beauftragten Ingenieurbüro sagte, es werde einfach "beigeteert". Laut Viel werde es in den anderen Gemeinden genauso gehandhabt und es gäbe keine Probleme damit. Bezüglich Schulstraße, Sportplatzweg und Steinweg fragte Uwe Ruhl, wie es mit der Gewährleistung sei und wer für auftretende Schäden zahlen müsse. Schütte wies auf die 5 jährige Gewährleistungspflicht gemäß BGB der Baufirma hin und sicherte zu, das in den nächsten 10 Jahren keine Kostenbeteiligung der Bürger an eventuellen Reparaturarbeiten erfolge. Elfriede Skupin wies auf die defekten Randsteine an den Ecken Hellsteiner/ Schulstraße und Schulstraße/Schlierbacher Weg hin. Trotz Absprache und dem Angebot die Steine zu stellen, sei eine Erneuerung nicht erfolgt. Sie zeigte sich hierüber aufgebracht und enttäuscht. Dies sei leider schief gelaufen, so Stock. Viel sicherte Abhilfe im Rahmen privater Ausbesserungsarbeiten und nach Rücksprache durch den Bauhof zu, Stock sicherte obendrein einen nachträglichen Verguss der Nahtstelle zu. Volker Eurich monierte die fehlende Absicherung, Einfaches Abladen und Liegenlassen von Baumaterial, durch die Firma Leinberger sei so nicht in Ordnung, er fragte nach, wann denn endlich der Steinweg wiederhergestellt werde. Leinberger sagte Abhilfe am Freitag zu, ein Teilstück und der Rest würde in der nächsten Woche wiederhergestellt. Ruhl wies auf die fehlende Feinschicht in der Schulstraße/Steinweg hin, dies stelle ein Unfallrisiko dar. Die Feinschicht werde als letztes und dann bei größeren Teilstücken aufgebracht, so Leinberger, das werde aber in der nächsten Woche erfolgen. Auch andere Anwesende bestätigten mangelnde Absicherung und fehlende Hinweisschilder, Abhilfe wurde durch die Baufirmen zugesagt. Ein Anwohner wies auf den beschädigten Bürgersteig durch den Kanalbau hin. Wenn etwas im Rahmen der Baumassnahmen beschädigt wurde, werde dies auch wiederhergestellt, so Stock, auf Anfrage sagte er auch die Fertigstellung des Sportplatzweges und der Schulstraße für diesen Monat zu. Georg forderte noch vor der Asphaltierung der Kirchstraße zu prüfen, ob nicht eine Kompletterneuerung der Fahrbahndecke in Frage komme. Wolfram Zimmer sagte in diesem Zusammenhang, seitens der Gemeindevertretung stelle es kein Problem dar, dadurch kämen auch keine weiteren Kosten auf die Bürger zu. Nach einigem Zögern und unter Hinweis auf die höheren Kosten sagte Viel zu, dazu solle nach Abschluss der Kanal- und Kabelverlegungsarbeiten noch vor der Asphaltierung eine Begehung erfolgen. Dies dürfte laut Stock im nächsten Monat soweit sein. Auf Anfrage teilte Leinberger mit, der Ausbau des Fußweges Bornwiesen/ Hellsteinerstraße und der Ausbau des Stückes Brücke - Bornwiesenweg werde in diesem Monat erfolgen. In diesem Rahmen würden auch Mauerarbeiten gegenüber dem Auslass des Hochwasserentlastungskanals erfolgen. Gleichzeitig sagte er auf Rückfrage, die Fertigstellung für den Grasweg zwischen Hellsteiner Straße und Schlierbacher Weg zu. Wegen des trockenen Wetters sei das bislang sinnlos gewesen. Georg wies die ausführenden Firmen auf den Rückbau der Lagerstätten hin, auf dem Festplatz finde im nächsten Monat eine Veranstaltung statt. Auf besonders wenig Verständnis traf die Bemerkung Leinbergers, nirgendwo sonst sei man so überkritisch, das habe er noch nie erlebt. Die Gemeinde bemühe sich sehr, die Kosten für die Bürger so gering wie möglich zu halten. Viel pflichtete dem bei. Die Bürger erwarteten, den Straßenzustand nach Abschluss der Bauarbeiten wieder so vorzufinden, wie er vorher war und es ihnen auch zugesichert worden war. Da traf auch Christian Klas' Einwand, jeder wisse doch wohl, dass für Kanalarbeiten die Straße aufgemacht werden müsse und diese somit beschädigt werde, auf sehr wenig Gegenliebe.

 

 

 


 
     
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